Nachlese: Jubiläums-Matinée
Ein funkelndes Jubiläum: „Happy Voices“ begeistern bei hochkarätiger Jubiläums-Matinée
Volles Haus, exzellente Musik und eine Atmosphäre voller Lebensfreude: Das Stadthaus Bruchköbel wurde zur Bühne für ein ganz besonderes Ereignis. Die Chorgemeinschaft „Happy Voices“ aus Bruchköbel feierte ihr 20-jähriges Bestehen mit einem glanzvollen Matinéekonzert. Bei Sektempfang und feinen Häppchen erlebten die zahlreichen Gäste ein hochkarätiges Programm, das von heiterer und ausgelassener Stimmung geprägt war.
Für den passenden Rahmen abseits der Musik sorgte Chorist Jürgen Frenke: Mit seiner charmanten und kurzweiligen Moderation führte er das Publikum souverän und mit einer feinen Prise Humor durch das Programm.
Ein musikalisches Feuerwerk des Gesamtchors
Die Bandbreite des Gesamtchors spiegelte zwei Jahrzehnte Leidenschaft wider. Mit dem schwungvollen Gospel „Heaven is a wonderful place“ startete das Ensemble kraftvoll in den Vormittag. Es folgte ein emotionaler Streifzug durch die Genres: Vom gefühlvollen Alpen-Pop-Klassiker „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern, bei dem die Sängerinnen und Sänger feine, leise Töne anstimmten, über den rhythmisch exakten Billy-Joel-Klassiker „The Longest Time“ bis hin zum gefühlvollen „Ach, ich hab in meinem Herzen“ zeigten sich die Stimmen perfekt aufeinander abgestimmt.
Moderne Pophits wie „Right Here Waiting for You“ und das berührende „Gabriellas Sång“ wechselten sich ab mit filmreifen Inszenierungen von „Skyfall“ und Ed Sheerans Welthit „Perfect“. Ein absoluter Höhepunkt war die Darbietung von Queens „Bohemian Rhapsody“: Hier glänzte der E-Gitarrist Volodymyr Vasylenko mit einem bemerkenswerten, virtuosen Solo, das für spontanen Szenenapplaus sorgte. Mit den Evergreens „Ich war noch niemals in New York“, „Hit the Road Jack“ und dem berührenden „What a Wonderful World“ bewies der Chor endgültig seine stilistische Vielfalt.
Doppelspitze sorgt für musikalische Präzision
Unter der präzisen und leidenschaftlichen Leitung des Dirigentinnen-Duos Oleksandra Smirnova und Nataliya Aschenbrenner präsentierte sich der Gesamtchor in absoluter Bestform. Den beiden Chorleiterinnen ist es zu verdanken, dass die Stimmen perfekt aufeinander abgestimmt harmonierten und die spürbare Energie des Jubiläums von der ersten Minute an auf das Publikum übersprang.
Das Dirigentinnen-Duo präsentierte sich enorm wandlungsfähig und überraschte sogar selbst als Duo bei der gesanglichen Darbietung ukrainischer Weisen.
Starke Teilchöre und hochkarätige Gastmusiker
Auch die einzelnen Sparten des Vereins wussten zu glänzen. Der Frauenchor überzeugte charmant und stimmgewaltig mit dem Pink-Cover „Cover Me in Sunshine“ und dem ABBA-Klassiker „Super Trouper". Die Männer antworteten mit den Klassikern „Barbara Ann“ und „Somebody to Love“ und brachten den Saal zum Kochen.
Ergänzt wurde das Chorerlebnis durch die virtuose „Band ohne Namen“. Die Instrumentalisten Stuart Amberg (Trompete und Klavier), Marek Trinkaus (Tuba) und Laurin Egolt (Klarinette) brillierten in wechselnden Besetzungen. Ihr Repertoire reichte vom beschwingten „Fig Leaf Rag“ (Scott Joplin) über ein feinsinniges Fantasiestück von Carl Nielsen bis hin zum humorvollen „Elefanten“ aus dem Karneval der Tiere. Mit der modernen „Intrada“ von Otto Ketting, der mitreißenden „Klezmer Party“ (Mark Allaway) und dem traditionellen „Odessah Bulgarisch“ setzten die Musiker faszinierende Akzente außerhalb des Chorgesangs.
Magisches Finale mit Gänsehaut-Garantie
Nach einem rundum gelungenen Konzert gab es noch eine besondere Zugabe. Die „Happy Voices“ ließen tief in ihre eigene Chronik blicken: Sie stimmten „This little light of mine“ an – genau das Lied, das bereits vor 20 Jahren für das allererste Konzert des Chores eingeübt worden war.
Als dazu unzählige Seifenblasen mystisch durch den Raum des Stadthauses schwebten und das Licht reflektierten, war das Gänsehaut-Feeling perfekt. Ein würdiger, emotionaler Schlusspunkt für zwei Jahrzehnte voller Musik, Gemeinschaft und Lebensfreude.
Nach 20 Jahren steht fest: Dieser Chor ist aus dem Kulturleben der Stadt nicht mehr wegzudenken.










